Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Der tanzende Ökonom #7 | Herbst 2020

Durch die Corona-Maßnahmen wurde meine berufliche Arbeit über Monate lahmgelegt – öffentliche Veranstaltungen sind ein tägliches Brot von mir. Ich musste mich wie viele andere auch teilweise neu erfinden. Inzwischen ist die Kombination aus Online-Formaten, einzelnen Präsenz-Veranstaltungen, Umschichtung des Aktivätenschwerpunkts, Kosteneinsparungen und staatliche Hilfen gut eingespielt, und ich komme verhältnismäßig gut durch das Jahr 2020 – allerdings um den Preis der Mehrbelastung und der damit einhergehenden Sinnfrage. Ich möchte das Weltretten ja auch genießen. Gleichzeitig beteilige ich mich an der Big picture-Diskussion rund um das Coronavirus. In meinem Vlog „Von Corona zum Gemeinwohl“ habe ich noch eine 4. Folge am 12. Mai veröffentlicht. Diese empfinde ich seither als gültig - ich möchte jedoch das "Festival der Unverhältnismäßigkeiten" in ein größeres Bild bringen, was ich mir für die Weihnachstferien vorbehalte. Auch habe ich zum Positionspapier der GWÖ „Für eine gemeinwohl-orientierte Post-Corona-Ökonomie“ beigetragen, das am 18. Juni veröffentlicht wurde. Kerninhalte habe ich in diversen Interviews, zum Beispiel mit Anita Heubacher auf TT online, sowie in Online-Veranstaltungen vorgebracht. Über manche dieser wird inzwischen gleich prominent berichtet wie z. B. im lokalen Kreisboten über das Webinar in Starnberg mit 250 Teilnehmer*innen.


Übersicht
  1. Wissenschaft: Auszeichnung für GWÖ-Lehrprojekt, IASS-Studie zu Nachhaltigkeitsbericht-Standards
  2. Gemeinwohl-Ökonomie: Stadt Wien öffnet ihre Türen, 10 Jahre GWÖ, Erste Gemeinwohl-Stadt in Deutschland, Unternehmens-Bilanzierungen, Europäisches LEADER-Projekt
  3. Bankprojekt: Gemeinwohl-Sparkonto und für Studierende, neue Strategie, VBV-Diskussion Grünes Geld
  4. Politik: GWÖ auf Webseite des Bundeskanzleramts, Politiker*innen diskutieren die GWÖ, Vision einer Souveränen Demokratie
  5. Vernetzung: NOW gegründet, Summer of Purpose in München
  6. Bücher: Ungarische Ausgabe der GWÖ, The New System Reader, Trading for Good, This is not economy
  7. Reisen: Gebirgsbad im Tessin, Holland-Hattrick
  8. Medientreffer: Eigene Texte, Interviews, Beiträge zur GWÖ
  9. Action!
I. Wissenschaft

Auszeichnung für GWÖ-Lehrprojekt

Das Modell „Praktische Lehrveranstaltung zur Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz für und mit regionalen Unternehmen“, das an der FH Münster von Prof. Petra Teitscheid, Mitglied des wiss. Beirats der GWÖ, entwickelt wurde, wird an immer mehr Orten kopiert, unter anderem an den Universitäten Paderborn und Kassel. Nun wurde das Lehrprojekt an der Universität Kassel, das von Prof. Christian Herzig, Johanna Stöhr und die Koordinatorin der Service Learning-Stelle der Universität, Dr. Imke-Marie Badur, geleitet wird, von der Toepfer-Stiftung ausgewählt, am Fachprogramm 2020 "LEHREn – Das Bündnis für Hochschullehre“ teilzunehmen. In dem Seminar erstellen die Studierenden gemeinsam mit Unternehmen und anderen Organisationen aus der Region Kassel Gemeinwohl-Berichte und -Bilanzen. Nach dem Lehrpreis 2012 an der Universität Graz freut sich die GWÖ nun auch über einen Preis für eine praktische LV!

→ Bericht der Universität Kassel
→ Lehrpreis 2012 der Universität Graz


IASS-Studie zu Nachhaltigkeitsbericht-Standards

Teil I meines „Inkubator“-Forschungsprojekts am IASS Potsdam ist erfolgreich abgeschlossen. Anfang September wurde die Studie „Publizitätspflicht zur Nachhaltigkeit“, in der wir Anforderungskriterien für einen gesetzlichen Nachhaltigkeitsbericht-Standard entwickelten, veröffentlicht. Als Hauptergebnis hat das Studienteam von der B.A.U.M. Consult GmbH 10 Anforderungen definiert (S. 22-26 der Studie bzw. S. 8-9 der Kurzversion) und auf insgesamt 14 Rahmenwerke angewandt, darunter auch die Gemeinwohl-Bilanz. Für letztere sind die Bewertungsergebnisse äußerst erfreulich (s. Link „Ergebnisseite“). Die Langfassung der Studie (322 Seiten) ist auf Deutsch, Kurzfassungen von 15 Seiten liegen auf Deutsch und Englisch vor.

→ Bericht und Links am IASS
Ergebnisseite
→ Ausführlicher Bericht in der "Süddeutschen"

II. Gemeinwohl-Ökonomie

Wien öffnet sich der GWÖ

Fast 10 Jahre hat es gedauert, bis die Geburtsstadt der Gemeinwohl-Ökonomie dieser die Türen öffnete. Zwar wird die Gemeinwohl-Bilanz schon seit Jahren vom Ökobusiness-Programm der Stadt gefördert, aber eine offizielle Kooperation gab es bisher nicht. Nach insgesamt sechs informellen Kennenlern- und Vorbereitungstreffen wurden wir am 2. Juli vom Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke in der Volkshalle des Rathauses empfangen – eine 20-köpfige Delegation von bilanzierten Pionier-Unternehmen und Vereinsvertreter*innen. Vereinbart wurde die Einrichtung einer ständigen Arbeitsgruppe, der eine Agenda von fünf Projektideen mit auf den Weg gegeben wurde. Das erste Treffen fand am 30. September statt – kurz von den Gemeinderatswahlen.

Fotos
Ökobusiness Wien

Erste Gemeinwohl-Stadt in Deutschland

Andere Städte sind schon einen Schritt weiter: Am 2. September wurde Steinheim in Westfalen als erste Stadt weltweit zur Gemeinwohl-Stadt zertifiziert – ich hatte die Ehre die Urkunde persönlich zu überreichen – nicht an Bürgermeister Carsten Torke, der leider erkrankt war, aber an den Kämmerer Heinz-Josef Senneka. Für die GWÖ-Bewegung kam diese Premiere wie ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk.

→ Vorbericht im Westfalenblatt
→ Bericht im Westfalenblatt
→ 2-seitgier Bericht in der Frankfurter Rundschau
→ der Festakt zum Nachsehen
→ Interview mit Co-Manager der Gemeinwohl-Region Höxter Christian Einsiedel

10 Jahre GWÖ!

Inmitten von diversen Lockdowns fiel unser 10. Geburtstag. Die Start-up-Phase haben wir jetzt hinter uns. Knapp 5000 Aktive in 33 Staaten bauen an der Gemeinwohl-Orientierung der Wirtschaft, mit Unternehmen, Gemeinden, Städten, Schulen und Hochschulen. Allein in Deutschland gehen wir auf 100 Regionalgruppen zu, immer mehr Menschen wollen aktiv zum Wandel beitragen. Anders als beim 5-Jahres-Fest, das „zentral“ im Wiener Volkstheater stattfand, begingen wir unser Jubiläum dieses Mal dezentral, an vielen verschiedenen Orten. Ich selbst nahm an der Feier in Wien und in meiner Heimat Salzburg teil. In Wien beehrten uns Gemeinderäte von den Grünen (Martin Margulies) und der SPÖ (Kurt Stürzenbecher), und sie übertrumpften einander mit Ideen für das Wahlprogramm. Das Rennen machten dann die NEOS, immerhin schaffte es aber der Begriff „Gemeinwohlwirtschaft“ ins Regierungsprogramm. In Salzburg feierten wir im Hotel Auersperg und dann in der Trumer Brauerei, mit Mitternachtsbad im Obertrumer See.

→ Interne Nachschau
→ Aufzeichnung der Diskussion in Wien
→ Doppelbericht in den OÖ1 und OÖ2
→ Bericht über Salzburger Schulen
Blogbeitrag auf IASS-Seite

Immer mehr Unternehmen bilanzieren

Die Zahl der Unternehmen, die eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen, nimmt stark zu. Höhepunkte im Corona-Jahr waren zwei Pressekonferenzen in der Lockdown-Pause in Oberösterreich - mit Braucommune, Saphenus und WiEHAG - und Salzburg mit insgesamt 28 Pionier-Unternehmen. Prominente Neuzugänge sind u. a. in Schleswig-Holstein Nord adelby1, im Wendland Völkel, und in Wiesbaden der Biokaiser. Ebenso freuen wir uns über eine neue Gemeinwohl-Gemeinde per einstimmigem Gemeinderatsbeschluss Postbauer-Heng in Bayern und über die Bilanzierung von ForstBW, dem Landesforstbetrieb von Baden-Württemberg.

→ Bericht in den Tips (OÖ), den Oberösterreichischen Nachrichten und meinbezirk.at
→ Bericht in dern Salzburger Nachrichten und den Regional-SN

Europäisches LEADER-Projekt zur GWÖ in Vorbereitung

Ein besonders verheißungsvolles Projekt zur europaweiten Ausbreitung, Vernetzung und regionalen Verwurzelung der GWÖ zeichnet sich über die LEADER-Schiene ab. Der luxemburgische LEADER-Manager Fons Jacques hat den Stein ins Rollen gebracht und die bestehenden, werdenden oder zukünftigen Gemeinwohl-Regionen zusammengebracht und einen gemeinsamen Prozess aufgesetzt. Auftakt war eine Tagung auf Einladung der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume, an der sich ein halbes Dutzend GWÖ-Projekte beteiligten. Hörenswert sind die kurzen Berichte der lokalen Akteur*innen auf der gut dokumentierten Seite.

→ Dokumentation
Kontakt: Fons Jacques: leader2e@education.lu

III. Bankprojekt

Gemeinwohl-Sparkonto und für Studierende

Schritt für Schritt geht es voran. Bald sind 700 Gemeinwohlkonten am Markt. Seit September gibt es nun auch die Möglichkeit, ein Gemeinwohl-Sparkonto zu eröffnen sowie ein Gemeinwohlkonto für Studierende: Tragt die Kunde ins Land und eröffnet Konten!

Gemeinwohlkonto

Neue Strategie: Gemeinwohlkonto auch in Deiner Bank!

Oder frag bei Deiner Bank nach, ob sie Dir und anderen Menschen, denen Nachhaltigkeit und Werte wichtig sind, ein Gemeinwohlkonto einrichtet! Die GfG bietet die nötige Beratungsleistung an, auf Basis des erfolgreichen Prototypen mit dem Umweltcenter der Raiba Gunskirchen. Unser Bild ist, dass in absehbarer Zeit jede Bank ein Gemeinwohlkonto anbieten wird, so wie jeder Supermarkt mittlerweile eine Bioschiene hat. Es genügt, dass das entsprechende „Gemeinwohlcenter“ (ein nachhaltiger Rechnungskreis in der Bank) mit 1% der Bilanzsumme beginnt und langsam wächst – in dem Maße, in dem die Wirtschaft insgesamt nachhaltiger: zu einer Gemeinwohl-Ökonomie wird.

Prominente Diskussion über „Grünes Geld“

Auf Einladung der Vorsorgekasse VBV diskutierte ich mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, dem CEO der Wiener Börse, Christoph Boschan, u. a. Expert*innen über „Grünes Geld: Gibt’s das wirklich?“ Die facettenreiche Diskussion, die von der Nachhaltigkeitsexpertin Gabriele Faber-Wiener moderiert wurde, gibt es zum Nachsehen:

Kurzversion
Langversion


IV. Politik

GW-Bilanz im SDG-Umsetzungsbericht Österreichs

Nachdem die Gemeinwohl-Bilanz im Vorjahr als Good Practice zur Umsetzung der SDG auf der UNECE-Konferenz in Genf vorgestellt wurde, hat sie es nun auch in den österreichischen Umsetzungsbericht geschafft – und damit auf die Website des Bundeskanzleramts. Das ist für die GWÖ ein Trostpflaster, insgesamt blieb der Bericht aber hinter den Erwartungen der NGOs zurück.

→ GW-Bilanz auf BKA-Website
Presseaussendung des Ökobüros zum Bericht

Politiker*innen unterschiedlicher Parteien diskutieren die GWÖ

Gemäß unserem strikt überparteilichen Anspruch versucht die GWÖ-Bewegung in alle demokratischen Parteien Eingang zu finden – was uns in wachsendem Maße gelingt. Zuletzt hatte ich diverse Gespräche auf höherer Ebene mit Vertreter*innen verschiedener Parteien. Rot: Am 31. August lud mich die Parlamentarische Linke in der SPD-Bundestagsfraktion ein, die GWÖ vorzustellen. Grün: EU-MEP Anna Deparnay-Grunenberg diskutierte mit mir am 14. Oktober über die Möglichkeiten der GWÖ in der Europäischen Union. Schwarz: Der ehemalige niederländische Ministerpräsident, Jan-Peter Balkenende, hat sich im Auftrag von vier holländischen Universitäten auf die Suche nach dem Wirtschaftsmodell der Zukunft gemacht. Als Aufschlag wurden auf Zweierpanels Vordenker*innen eingeladen, ihre Visionen zu diskutieren. Den Auftakt machte Joseph Stiglitz mit Herman Van Rompuy. Das letzte Panel durfte ich gemeinsam mit Luigi Zingales, Professor für Finance an der Chicago Business School, bestreiten. Möge Mister Balkenende aus diesen Inputs etwas Zukunftsfähiges kochen!

→ Gespräch mit Anna Deparnay Grunenberg
→ Felber/Zingales: „Can a different market economy work in practice?
Future Markets Consultation Project

Vision einer Souveränen Demokratie

Die Zusammenarbeit mit Mehr Demokratie e.V. wird enger. Nach mehreren vorangegangenen Einladungen wurde ich dieses Mal eingeladen, auf dem Kongress 2020 des Vereins meine Vision einer „Souveränen Demokratie“ darzulegen. Corona-Glück: Zunächst hatte ich absagen müssen, weil ich bereits den Heiligenfeld-Kliniken für ihren diesjährigen Kongress zugesagt hatte. Coronabedingt wurde dieser jedoch auf 2021 verschoben, und Mehr Demokratie wechselte auf online. So wurde nun beides möglich!

→ Meine Vision einer Souveränen Demokratie

V. Vernetzung

Netzwerk Ökonomischer Wandel

Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit haben sechs alternativökonomische Ansätze - Degrowth/Postwachstum, Commons, Gemeinwohl-Ökonomie, Solidarische Ökonomie, Kollaborative/Kokreative Ökonomie und Tauschlogikfreiheit - ein gemeinsames Narrativ verfasst und gingen mit einem gemeinsamen Webauftritts im Mai an die Öffentlichkeit. Damit wollen wir der an einer nachhaltigen Transformation interessierten deutschsprachigen Öffentlichkeit zeigen, dass einige der resonanzstärksten Alternativen miteinander im Austausch stehen, sich aufeinander beziehen und kooperieren. Wenn Menschen durch die FFF-Bewegung oder die Corona-Krise auf konkrete Möglichkeiten der sozioökonomischen Transformation aufmerksam werden, erhalten sie hier eine kompakte Erstübersicht über solche Initiativen. Wir wollen den Kreis konzentrisch ausweiten und das Mosaik facettenreicher machen.

Netzwerk Ökonomischer Wandel NOW
Launch-Webinar auf Einladung der Böll-Stifung am 27. August


Summer of Purpose in München

Hans Reitz ist ein kreativer Kopf, Zirkus-Scout und „Generalimporteur“ von Muhammad Yunus in Deutschland. Anlässlich der Covid-19-Krise organisierten er uns sein Cerc-Team einen „Summer of Purpose“ in der Münchner Messe, die zu einem Stelldichein internationaler Prominenz wurde. Auf Hinweise unseres gemeinsamen Freundes Fritz Lietsch, Gründer und Chefredakteur des forums Nachhaltig Wirtschaften, wurde ich eingeladen, die Economy for the Common Good vorzustellen.Diese schaffte es am Ende zu einer der drei großen Empfehlungen zu werden. In einem Dive-deeper-Workshop diskutierte ich mit Christian Heller, dem Geschäftsführer der Value Balancing Alliance, intensiv über Reporting vs. Accounting. Daraus entstand ein Blogtext für die IASS-Website.

Summer of Purpose
→ Blog von mir zum Thema Reporting vs. Accounting

VI. Bücher

Ungarische Ausgabe der Gemeinwohl-Ökonomie

Als nunmehr 12. Sprache liegt die GWÖ auf Ungarisch vor,
im November erschienen bei Pallas Athéné Books.

A közjó gazdasága


ECG in The Next Systems Reader

Together with Gus Hagelberg, a native Californian colleague in the ECG Management Team, I contributed a chapter about the ECG in "The Next Systems Reader. Alternatives to a Failed Economy", which compilates in a rare completeness all major existing alternative economic models and practices. Gus Speth and Kathleen Courrier from "The Next System Project" coordinated this unique collection.

→ The book at Routledge

Trading for Good

Präsentationen der englischen Ausgabe von „Ethischer Welthandel“ - „Trading for Good“ - sind aktuell nicht so einfach, umso dankbarer bin ich, dass zumindest zwei Web-Präsentationen kurz aufeinanderfolgend zustande kamen, einmal auf Einladung der Wellbeing Economy Alliance und einmal im Rahmen des Festivals for Change.

→ WeALL Talk 27 July 2020
→ Festival for Change 31 July 2020

This is not economy

Von der Buchpräsentation mit Podiumsdiskussion an der Berliner Humboldt-Universität im Februar mit Steffen Lange, Ulrich Petschow und der Gastgeberin Cornelia Kühn liegt nun eine Videoaufzeichnung vor.  Zudem erschien am 2. Juni eine Rezension auf tabularasa.

Videoaufzeichnung Humboldt-Universität
→ Rezension auf tabularasa
→ Alle Rezensionen von „This is not economy

VII. Reisen

Baden im Tessin

Das Tessin klang mir schon lange in den Ohren, spitzten musste ich sie, als ich erfuhr, dass die die Volksinitiative zur Begrenzung der Höchsteinkommen auf das Zwölffache der Mindesteinkommen in 6 von 8 Bezirken im Tessin eine Mehrheit erreichte, im gesamten Tessin stimmten 49,03% für die Begrenzung der Ungleichheit. Der Hauptgrund für meine – wie seit Jahren flugzeugfreie – Urlaubsreise  waren jedoch urige Gebirgsbäche, die für viele Badegäste zu kalt zum Einlassen sind – trotz sommerlicher Außentemperaturen und aufgeheizten Riesensteinen zum Backen, Grillen und Chillen. Höhepunkt im wahrsten Sinne war der Sprung von der „Ponte die salti“ aus 14 Metern: eine Initiation.

→ Fotos aus dem Verzasca-Tal
Ponte dei Salti

Holland-Hattrick

Vermutlich infolge eines längeren Berichts im renommierten Vrij-Magazin im April dieses Jahres regnete es ein halbes Dutzend Einladungen aus den Niederlanden. Im September nahm ich am Springtij Festival, dem größten Nachhaltigkeits-Treff in Holland, teil, dass trotz sich verschärfender Covid-19-Situation noch mit 500 Teilnehmern über die Bühne ging – im Freien. In einem Plenarvortrag mit Art Verbrugge und einen Workshop zum Thema „wirtschaftlichen Erfolg anders messen“ mit Michel Scholte von der Impact Economy Foundation sowie einen Springtij Café TV Talk mit Sofie van den Enk - ein sehr beeindruckendes Erlebnis auf einer wunderschönen Insel! Im Oktober folgte das Brainwash-Festival, das coronabedingt nur im öffentlichen TV ausgestrahlt werden wird. Und im November folgte der Wetsus-Kongress, einem Unternehmen, das weltweit Technologien zur Säuberung von Trinkwasser einsetzt. Davor trafen sich 15 Multiplikator*innen aus Fryslan und Holland Nord zum Gedankenaustausch über eine „Gemeinwohl-Region Holland Nord“. Das lässt hoffen!

→ Eindrücke vom Springtij Festival und von mir
→ Mein Beitrag zum Brainwash-Festivals am 13. Dezember im TV

VIII. Medientreffer

Eigene Texte


→ 25.8. Gastkommentar „Wertvolle Wirtschaftswissenschaft“ in der Wiener Zeitung
→ 9.8. Drei Fragen zur Covid-19-Krise im Forum nachhaltig Wirtschaften
→ 22.10. Gastkommentar „Brot, Fleisch und Kapital“ in Der Standard

Interviews

→ 12.5. Interview von Bernward Geier in Schrot & Korn
→ 27.5. Interview mit Veit Lindau
→ 5.8. NDR-Interview „Krise als Chance – Auf zur Gemeinwohlwirtschaft?“
→ 19.10. Interview mit Sparda München-CEO Helmut Lind im Sonntagsblatt

Berichte über die GWÖ

→ 23.5. Doppelporträt mit Maja Göpel im Spiegel: „Letzte Ausfahrt Corona“
→ 26.7. „Necesitamos un confinamiento del capital especulativo“ in Crónicaglobal        
→ 10.8. Beitrag zur GWÖ Schweiz im Pfarrblatt Bern online
→ 24.8. Beitrag „Nicht nur für den Profit wirtschaften“ im Deutschlandfunk
→ 25.8. Beitrag „Die Wirtschaft vom Kopf auf die Füße stellen“ in option.news
→ 20.9. Beitrag in CSR NEWS
→ Dez: Titelstory im "Original"

Alle Medien in allen Kategorien: christian-felber.at/presse/in-den-medien/

IX. Action!

Jetzt Gemeinwohl-Genossenschafter*in werden!
In Krisenzeiten freut sich die Genossenschaft für Gemeinwohl besonders über neue Mitglieder und Kontoeröffnungen.
Genossenschafter*in werden
Gemeinwohlkonto eröffnen

Jetzt Mitglied bei der GWÖ werden!
Auch die Gemeinwohl-Ökonomie freut sich in diesen Zeiten umso mehr über neue Mitglieder*innen und Spenden!
Mitglied werden
Jetzt spenden

Wenn Sie diese E-Mail (an: mail@therapie-leiser.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Christian Felber
Postfach 30 
1072 Wien
Österreich


info@christian-felber.at
http://christian-felber.at
CEO: Christian Felber
Tax ID: ATU56359327
Datenschutz ist uns wichtig: Die gesammelten Daten werden ausschließlich zur Aussendung unseres Newsletters erhoben und nicht an Dritte weitergegeben. Wir verwenden ein Double-Opt-In Verfahren für Ihre Anmeldung und Sie können sich jederzeit, über den Abmeldelink im Newsletter, wieder abmelden.
Hier finden Sie die Datenschutzbestimmungen von Cleverreach.